"Und wann gehst du arbeiten, wenn du den ganzen tag mit uns spielst?"
Ich bin Lena und zur Fotografie gekommen während meines Kommunikationsdesign-Studiums. Schon damals habe ich parallel zum Studium angefangen, Hochzeiten und private Shootings zu fotografieren. Vieles hat sich dann ganz von selbst weiterentwickelt: über Kontakte im Freundeskreis, persönliche Empfehlungen und zum Glück viele zufriedene Kund:innen. So konnte ich mir über die Jahre einen tollen Kundenstamm aufbauen.
Lisa habe ich ebenfalls während unseres gemeinsamen Studiums kennengelernt und seitdem verbindet uns eine sehr enge Freundschaft. Ich habe ihren Weg mit Konfettifotos von Anfang an begleitet und deshalb war es für mich eigentlich ein absoluter No-Brainer, als sie mich irgendwann gefragt hat, ob ich bei der Kita-Fotografie mit einsteigen möchte.
Lenas Geschichte mit Konfettifotos
Was fotografierst du sonst, wenn du gerade nicht für uns in Kitas und Schulen unterwegs bist?
Wenn ich nicht gerade für Konfettifotos in Kitas und Schulen unterwegs bin, fotografiere ich eigentlich alles Mögliche. Am allerliebsten Tiere und Hunde – wahrscheinlich auch deshalb, weil Tiere in meinem eigenen Leben eine ziemlich große Rolle spielen. Zu mir gehören mein Hund Sam und mein kleines Pony Timmy. Aber genauso gerne fotografiere ich Babybäuche und Babys, Hochzeiten, Taufen, Freundinnen-Shootings und vieles mehr. Ich bin da überhaupt nicht festgelegt. Mir macht eigentlich alles unglaublich viel Spaß und vor allem mag ich den Kontakt mit den unterschiedlichen Menschen, die ich durch meine Arbeit kennenlernen darf.
Was macht dir deine Arbeit mit Konfettifotos besonders leicht oder angenehm?
Einer der größten Vorteile für mich ist, dass die meisten Fototage vormittags stattfinden und damit überhaupt nicht in Konkurrenz zu meinen anderen Shootings stehen. Ich kann dadurch zusätzliche Aufträge annehmen und meinen Umsatz steigern, ohne dafür auf meine eigenen Kund:innen oder andere Shooting-Angebote verzichten zu müssen.
Gleichzeitig ist die Zusammenarbeit für mich super einfach und unkompliziert, ich fühle mich immer sehr wertgeschätzt und alle geben sich super viel Mühe, es mir so leicht wie möglich zu machen.
Die Buchung eines Auftrags geht schnell, sodass ich meinen Kalender easy peasy füllen kann, ohne mich vorher darum kümmern zu müssen, diese Aufträge selbst zu generieren.
Im Grunde fahre ich zum Fototag, mache meine Fotos, habe einen tollen Tag mit den Kindern und gebe anschließend die Bilder ab. Mit allem anderen muss ich mich gar nicht auseinandersetzen.
Und genau das bringt mir in meinem Alltag als selbstständige Fotografin unglaublich viel Freiheit, Zeit und Flexibilität.
Wenn du an all die Jahre mit deiner Kamera zurückdenkst: Was ist deine liebste Erinnerung, die du mit der Fotografie verbindest?
Wenn ich an all die Jahre mit meiner Kamera zurückdenke, sind meine liebsten Erinnerungen eigentlich die Momente, in denen ich für Menschen etwas festhalten durfte, das irgendwann einen viel größeren Wert bekommen hat, als man beim Fotografieren vielleicht ahnen konnte.
Ich habe zum Beispiel Familien fotografiert, bei denen eine Person später nicht mehr da war. Wenn genau diese Bilder dann zu einer unvergesslichen Erinnerung werden und plötzlich einen ganz besonderen Platz im Leben dieser Familie bekommen, berührt mich das immer wieder.
Für mich sind das die Momente, die mir zeigen, wie wertvoll unsere Arbeit als Fotograf:innen sein kann und welche Bedeutung ein einziges Foto irgendwann bekommen kann.
Welches Kompliment von Eltern oder Kindern ist dir in Erinnerung geblieben?
Bei den Kindern ist für mich eigentlich das größte Kompliment, wenn sie irgendwann ganz frei und entspannt vor meiner Kamera spielen, Seifenblasen fangen und dabei vollkommen vergessen, dass ich überhaupt da bin.
Dann weiß ich, dass sie sich wohlfühlen. Und im besten Fall hatten sie nicht einfach nur ein Fotoshooting, sondern einen richtig schönen Vormittag, von dem sie später vielleicht noch am Abendbrottisch erzählen.
Bei den Eltern freue ich mich besonders, wenn sie mich nach einem Fototag ansprechen und anschließend auch für ein privates Shooting buchen. Das zeigt mir natürlich, dass ihnen meine Arbeit gefallen hat, und ist für mich eine wunderschöne Wertschätzung und Erweiterung meiner Arbeit in der Kita-Fotografie.
Mit einigen Eltern und auch Kita-Leitungen hat sich über die Jahre sogar eine richtig enge Verbindung entwickelt, weil ich immer wiederkommen durfte. Ich finde es unglaublich schön, Kinder Jahr für Jahr wiederzusehen, sie ein Stück weit zu begleiten und mitzuerleben, wie sie sich entwickeln.
Was war das Lustigste, das dir während eines Fototages passiert ist?
Einen Satz von einem Kind werde ich wahrscheinlich so schnell nicht vergessen. Wir hatten den ganzen Vormittag zusammen fotografiert, als es mich irgendwann völlig selbstverständlich fragte:
„Und wann gehst du arbeiten, wenn du den ganzen Tag mit uns spielst?“
Ich musste so lachen. Und gleichzeitig war das wahrscheinlich eines der schönsten Komplimente, das mir ein Kind bei einem Fototag machen konnte. Denn offenbar hatte es überhaupt nicht das Gefühl, gerade bei einem Fotoshooting zu sein.
Für das Kind war ich einfach jemand, der den Vormittag mit ihnen spielt. Und wenn die Kinder am Ende vergessen haben, dass ich eigentlich zum Arbeiten da bin, dann habe ich genau das erreicht, was wir uns wünschen. 🙂


